Die Zensur-Maschine schießt sich ein. In den Sozialen Netzen werden immer mehr nicht systemkonforme Menschen mit Reichweite ohne Gründe gesperrt. Das spektakulärste Beispiel in den letzten Tagen war wohl die Sperrung von Kolja Bonke auf Twitter. Bonke postete und kommentierte in erster Linie Polizeimeldungen über Einwandererkriminalität und übte Kritik an den Verantwortlichen.

Gab.ai und seine Achillesferse

Seine Sperrung löste eine Welle der Empörung aus. Und: sie löste einen Massenexodus aus. Tausende User wechseln nun von Twitter auf die Free-Speech-Plattform gab.ai. Angeblich gibt es auf gab.ai inzwischen mehr Deutsche- als US-User.
Doch auch wenn dieser Move die User kurzzeitig vor der Zensur beschützt, so ist das Thema nicht vom Tisch. Gab.ai hat wie Twitter eine zentrale Architektur. Nichts hindert Maas daran, seine Zensurinfrastruktur auf gab.ai auszuweiten. Wenn gab.ai auf Anordnung der Justiz unerwünschte, systemkritische Posts nicht löscht, könnten ihnen genauso Millionenstrafen drohen, wie Twitter. Und das wird früher oder später passieren.
Die Zukunft liegt deswegen in den dezentralen Social-Media-Plattformen. Nur eine Plattform, die über keine zentrale Architektur verfügt, ist immun gegen Zensur.

Blockchainbasiertes P2P Social Networking

Ein Beispiel dafür ist Akasha. Diese Plattform ist echtes Peer-to-Peer. Der Content wird über die Etherum-Blockchain gehostet und entzieht sich so jeder Zensur. Akasha ist bereits in der public Alpha und noch dieses Jahr ist der Launch geplant.

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Akasha hat Ether (ETH) als Micropaymentsystem integriert. So kann man sich Content, den man zur Verfügung stellt, entlohnen lassen. Seit Launch der public Alpha ist der ETH-Kurs durch die Decke gegangen. War der ETH-Kurs gegen Anfang des Jahres noch auf etwa 10€ bewegt er sich jetzt bereits jenseits der 200€ Marke. Ein effektiver Jahreszins von mehreren 1000%. Und sollte Akasha ein Erfolg werden wird der Kurs noch weiter steigen.

Ether-Kurs – Stand 4. Juni 2017 – von Coingecko

Gab.ai ist eine tolle Plattform, und der Autor unterstützt gab.ai in jeder Form. Aber die Community sollte sich auf weitere Zensurmaßnahmen einstellen und wissen, wohin sie am Tag X weiterzieht.

Bildquelle: Exodus -By Philip De Vere – CC BY-SA 3.0 – via Wikimedia Commons

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