Liebes Tagebuch. Gestern war ich auf der Buchmesse. Nicht etwa dass ich lesen könnte, aber wir wurden von unseren oberen Verbindungsstellen zum Familienministerium dahinkommandiert. Naja wir müssen uns nicht den Kopf von Tante Schwesig zerbrechen, wird schon seinen Sinn haben. Nachdem ich also gegen mittag aufgestanden war, checkte ich noch schnell die Nachrichten auf meinem iPhone und schnappte mir die Brotbüchse, die Mama vorbereitet hatte. Dann begab mich dann zur Sammelstelle, wo schon meine vermummten Kumpies warteten. Kurze Zeit später kam auch schon der Bus, um uns abzuholen. Draußen stand in großen Lettern „Soros Logistic Services“, drinnen saßen schon einige aus dem Umland. Sie winkten uns und schwenkten rot-schwarze Wimpel mit Sprüchen wie „Deutschland muss sterben“ oder „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“. Also stiegen wir in den Bus ein. Uns schlug sofort ein stechender Gestank entgegen. Natürlich hatte sich keiner gewaschen (ist halt unser Style) und Maximilian-Jaden Göring-Eckart hatte sich in Hose gekackt – Dünnschiss. Vom ganzen Sojabier. Naja, so fuhren wir los. Herum ging eine Flasche milder Landwein (so nennen wir die Goldkrone, weil wir nicht sagen wollen „Brauner“) und wir sangen Lieder wie „Nie wieder Deutschland“ von der Underground-Punkband „Die Ärzte“ oder die Internationale und reckten unsere linke Faust in die Höhe. Zwischendurch nochmal Pitstop bei Mäcces – Singen und Trinken macht hungrig. Ich schaffte zwei BigMäcs, eine Zwölferpackung Chicken-McNuggets und eine große Pommes.

Unser Lieblingsladen: McDonalds. Billig und schmeckt einfach!

Dann kamen wir an. Maxe hatte sich schon wieder eingekackt – eine Schande für unsere Bewegung. Noch ein großer Hieb aus der Buddel, um etwas Mut anzutrinken. Und dann gingen wir rein auf die Buchmesse. Drinnen waren in erster Linie bourgeoise Bonzen, die wir nach einem Euro anschnorrten oder anspuckten. Dann kamen wir an einem Nazibuchstand vorbei. Also zumindest sagte das unser Kommandeur_in, ich weiß eh nicht, woran man das erkennt. Wir reckten unsere Schilder in die Höhe: „Gegen Rassismus“ und „Freiheit und Vielfalt“. Maxe war so aufgeregt, weil er noch nie Bücher gesehen hatte, also holte er seinen Schwanzlurch raus, fing an zu masturbieren und ejakulörte seine volle Ladung über ein paar ausgelegte Bücher. Dieses sexistische Schwein. Wollte er unbedingt die Frauen aus unserer Gruppe penisneidisch machen? Ich bin mir nicht sicher, ob er ein U-Boot von der CDU ist, die sind ja bekannt für sowas!

Maxxe dieses sexistische Schwein! Muss er den Frauen immer unter die Nase reiben, dass sie keine Pimmel haben?

 

Dann warteten wir etwas abseits, drückten uns gegenseitig die Pickel aus und lausten uns ein bisschen. In einem unbemerkten Augenblick stürmten wir los , zerstörten den Stand, plünderten die Bücher, und malten überall kleine Pimmel. Hihihi das wird den Nazis schon zeigen wie cool wir sind.

Haha unsere kleinen Mäusepimmel jetzt auch als Grafitti! Das wird den Rechten eine Lektion sein!

 

Dann gingen wir kurz raus, um die geplünderten Bücher zu verbrennen. Oldschool. Dazu schnüffelten wir ein bisschen Klebstoff, tranken milden Landwein und sangen ein paar zotige Anti-Deutschland-Lieder. Dieses Spielchen wiederholten wir, bis die Sonne unterging. Tags darauf sollte nämlich eine echte Nazikundgebung auf der Messe sein, und die wollten wir gewaltsam unterbinden. Meinungsfreiheit ist einfach der Untergang der Demokratie!

Am nächsten Tag beorderte unser Verbindungsmann von der Messeleitung uns dann in die Halle. Ich hielt Ausschau nach schwarzen SS-Uniformen, Hakenkreuz-Standarten und Hitlergruß und Sieg-Heil-Rufen. Aber nichts dergleichen. Ich war enttäuscht. Das sollen richtige Nazis sein? Egal einer von uns schrieb einfach mit seinem iPhone bei Facebook, dass da die ganze Zeit Sieg Heil gerufen wurde, der Sieger schreibt schließlich die Geschichte, wir kennen das. Und gegen Nazis ist alles erlaubt, auch mal etwas lügen. Unser extrem witziger GEZ-zwangsfinanzierter Kasper vom Staatsfunk teilte gleich die FakeNews. So werden Nachrichten gemacht!

 

Maxe hatte sich bei Twitter ein Profil angelegt und tat da so, als sein er eine junge Frau – mit Migrationshintergrund. Dann schrieb er so herzzerreißende Sachen, dass er Herzklopfen hätte und ihn die Nazis böse anschauen würden wegen seiner (ihrer) schwarzen Haare. Genial! Die Mitleid-Tour zieht immer!

Naja, nachdem keine echten Nazis da waren, mussten wir uns wohl mit den Leuten begnügen die da waren. Also marschierten wir auf, hielten unsere mit Fingerfarben und Kot gemalten Bilder in die Höhe, mit so geistreichen Sprüchen wie „Still <3ing Books, still not <3ing Hate“ und „Ihr könnt nicht schreiben, ihr könnt nur hetzen“. Lol, das wirds den Nazis oder den vermeintlichen Nazis geben! Die werden sich nie, nie wieder raustrauen. Naja dann gings los wir skandierten unsere Antifa-Sprechchöre und wollten die Bühne stürmen, aber trauten uns nicht. Aber zum Glück waren die Polizei da, um uns gegen den bösen Rääächten zu unterstützen. Zwar ACAB undso, aber das sagen wir ja nur so. Wir arbeiten ja alle für die Regierung! Kollegen.

Naja die Sache war alles in allem ziemlich enttäuschend, aber es waren ja unsere Kumpies vom Staatsfunk und der „freien“ (hihi) Presse da. Also ersannen wir mit denen ein paar Geschichten, die wir verbreiten konnten, um in einem guten Licht dazustehen. Erstmal schickten wir Heinz Kahlarsch vor, der sich als Skinhead verkleidet hatte, um für gute Bilder zu sorgen. Leider hatte er noch sein T-Shirt vom schwarzen Block an, aber egal, das fällt schon nicht auf. Er schaut ein paar mal grimmig in die Kamera und das Bild ging um die Welt als pöser Nazi. LOL. Dann fing unserer Kumpi von der extrem witzigen Satirepartei „Die Partei“ an Stunk zu machen und griff einen Sicherheitsmann an. Der Sicherheitsmann rang ihn dann natürlich nieder, weil der Typ nicht besonders stark ist. Aber um Glück hatte der Sicherheitsmann eine Glatze. So konnten wir das in den Medien wieder als Nazigewalt verkaufen. Es ist so geil, dass die Medien auf unserer Seite sind und jede Lüge, sei sie noch so haarsträubend, bereitwillig verbreiten! Unsere Medien – Beste Medien!

Naja, nach ein paar Schubsereien undso griff die Polizei dann ein und entfernte uns physikalisch aus den Räumen. Tolle Kollegialität. Alles in allem leider kein Sieg, weil wir als totale Idioten dastehen und die Rechten sich das als Sieg verbuchen konnten und großartige PR hatten. Aber egal hauptsache ein paar Euro vom Familienministerium und Onkel Soros kassiert, dann gehts gleich zum McPaper und noch eine große Tube Klebstoff geholt, um den Abend gebührend ausklingen zu lassen.

Außerdem roch es schon wieder so komisch… Maxxxee?

 

Die D-Generation Fiktion-KI: @dgenfikbot

 

 

Bildquellen:

  • Klebstoff – by smial (Own work) – FAL or GFDL 1.2
  • AntiFa McDonalds – Quelle unbekannt
  • Fake-Sieg-Heil – Facebook
  • AntiFa Pimmelchen – Verlag Antaios

 

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